Im Kloster Zuhause

Unser Kloster ist eine Art Mehrgenerationenhaus: Von jung und in der Ausbildung bis altgedient und erfahren, unter dem Dach des Freiburger Klosters leben und wirken Ordensleute verschiedenen Alters. Junge Fratres, die sich auf dem Weg in das Ordensleben begeben haben, als auch Ordensmänner, die sich vor vielen Jahren für ein Leben im Kloster entschieden haben.

Als Student im Kloster

Ein Leben ohne Spaß, schweigend und eingesperrt hinter dicken Mauern: Über Ordensleute gibt es viele Klischees. Wer sich heute dazu entscheidet, in einem Kloster zu leben, gilt als Exot. Die Studenten, die im Freiburger Ausbildungshaus der Herz-Jesu-Priester leben, stammen mitunter aus fernen Ländern. Ihre Entscheidung, arm, gehorsam und ehelos zu leben, empfinden sie allerdings nicht als ungewöhnlich und exotisch - sondern als Geschenk. Wer sind diese jungen Männer?


„An Gott zu glauben, ist ein Geschenk und das beste, was mir je passiert ist. Ich bitte Gott jeden Tag, dass er mir dabei hilft, andere zu verstehen. Ich finde, dass ist wichtiger, als selbst verstanden zu werden.“

Frater Theodore Bongmoyong aus Kamerun


Ich bin Theophile Fimbo Etingo aus dem Kongo. Ich versuche jeden Tag meines Lebens als Ordensman Freude, daran zu finden. Mir ist es wichtig, mit anderen gut umzugehen, offen zu bleiben, freundlich und hilfsbereit zu sein: umgänglicher Mensch zu bleiben. Ich habe viel Freude an der Philosphie. Ich kämpfe immer für eine gerechtere Welt, aber ohne Gewalt.

P. Theophile Fimbo Etingo scj


„Ich mag an mir besonders meine Fähigkeit, schnell mit Fremden in Kontakt zu kommen und Freundschaften zu schließen.“

Frater Colince Michel Fouateu Kamdem aus Kamerun


„Ich habe als Musiker gearbeitet, überlegt, Opernsänger zu werden und Klavier und Gesang unterrichtet. Aber irgendwie habe ich gespürt, das kann nicht alles sein. Ich habe lange gesucht und bin mir jetzt sicher: Ich will Herz-Jesu-Priester werden.“

Frater Martti Savijoki aus Finnland


„Mir ist es wichtig, gut mit anderen umzugehen. Und ich fände es toll, wenn sich mehr Menschen darüber Gedanken machen würden - dazu muss man ja nicht im Kloster leben und gläubig sein.“

Frater Jean Bruno Razafimanantsoa aus Madagaskar


„Mein größtes Vorbild ist Gandhi. Er zeigt: Auch wenn man Pazifist ist, kann man kämpfen. Gandhi sagte es so: 'Wo es Ungerechtigkeit gibt, bin ich immer für den Kampf gewesen. Die Frage ist nur: Kämpft man, um etwas zu ändern oder um zu bestrafen.'“

Frater Boris Signe aus Kamerun

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